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Von Spin off zu Wachstum: Wie Hochschultechnologie den Schweizer Beteiligungsmarkt antreibt

30.01.2026

Die Schweiz verfügt über einen Standortvorteil, der oft unterschätzt wird. Er liegt nicht in Steuersätzen oder Förderprogrammen, sondern in der aussergewöhnlichen Nähe von Spitzenforschung und Unternehmertum. Hochschulen wie die ETH Zürich, die EPFL Lausanne oder universitäre Forschungseinrichtungen im Bereich Pharma und Medtech sind seit Jahren Brutstätten für technologische Innovation. Was sich aktuell verändert, ist der Weg dieser Innovationen in den Markt. Aus akademischen Spin offs werden zunehmend strukturierte Wachstumsunternehmen. Genau hier entsteht ein attraktives Spielfeld für Private Equity und Venture Capital Investments, wie sie auch von Nordstein begleitet und analysiert werden.

Lange Zeit galten Hochschul Spin offs als schwierig. Technologisch brillant, aber operativ unreif. Viele scheiterten nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Dieses Bild beginnt sich zu wandeln. Die heutigen Spin offs sind anders aufgestellt. Gründerteams werden professioneller ergänzt, IP Strategien sind klarer, und der Weg zur Marktzulassung wird früher mitgedacht. Die Lernkurve des Schweizer Ökosystems ist deutlich sichtbar.

Für Investoren ist das entscheidend. Venture Capital findet in der Schweiz einen Dealflow, der stark forschungsgetrieben ist, aber nicht mehr rein akademisch. Technologien entstehen aus realen medizinischen, industriellen oder regulatorischen Problemstellungen. Gerade im Medtech und Pharma Bereich ist das ein grosser Vorteil. Produkte adressieren konkrete Anwendungen, nicht theoretische Märkte. Das reduziert technologische Risiken und erhöht die Chance auf kommerzielle Skalierung.

Ein weiterer Faktor ist die Qualität der Forschung. Schweizer Hochschulen geniessen international hohes Ansehen. Patente, Studien und klinische Daten werden global akzeptiert. Für spätere Exits ist das zentral. Strategische Käufer aus der Pharma oder Medtech Industrie sind eher bereit, für Technologien zu bezahlen, die aus einem Umfeld stammen, dem sie vertrauen. Das wirkt sich direkt auf Bewertungen und Exit Perspektiven aus.

Private Equity beginnt an diesem Punkt eine immer wichtigere Rolle zu spielen. Viele Spin offs erreichen nach der frühen Venture Phase eine Schwelle, an der es nicht mehr um Forschung geht, sondern um Skalierung. Produktionsaufbau, Internationalisierung, regulatorische Prozesse und operative Strukturierung stehen im Vordergrund. Genau hier braucht es Kapital, Erfahrung und Geduld. Private Equity kann diese Lücke schliessen, indem es nicht nur finanziert, sondern auch professionalisiert.

Der Standort Schweiz bietet dafür ideale Voraussetzungen. Rechtssicherheit, klare regulatorische Prozesse und ein stabiles wirtschaftliches Umfeld ermöglichen es, langfristig zu planen. Für Investoren bedeutet das bessere Planbarkeit. Für Unternehmen bedeutet es, dass Wachstum nicht ständig durch externe Faktoren gebremst wird. Diese Stabilität ist gerade in kapitalintensiven Bereichen wie Medtech oder Pharma ein wesentlicher Werttreiber.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft ist strukturierter geworden. Technologie Transfer Offices arbeiten professioneller, Beteiligungsmodelle sind klarer, und Gründer werden früh auf unternehmerische Fragen vorbereitet. Das senkt Reibungsverluste und beschleunigt den Übergang vom Labor in den Markt. Für Investoren, wie sie auch im Umfeld von Nordstein aktiv sind, reduziert sich damit das klassische Spin off Risiko erheblich. Was daraus entsteht, ist ein Ökosystem, das zunehmend durchgängige Wachstumspfade bietet. Von der Forschung über Venture Capital bis hin zu Private Equity und strategischen Exits. Für den Schweizer Beteiligungsmarkt ist das eine wichtige Entwicklung. Sie sorgt für Tiefe, Kontinuität und internationale Sichtbarkeit.

Für Nordstein ist dieser Trend besonders relevant. Beteiligungen an technologiegetriebenen Unternehmen aus dem Hochschulumfeld verbinden Innovation mit Substanz. Sie ermöglichen Investments, die nicht auf kurzfristigen Trends basieren, sondern auf struktureller Stärke. Genau diese Kombination macht den Schweizer Technologie, Medtech und Pharma Sektor zu einem der spannendsten Felder für Private Equity und Venture Capital Investments in der Schweiz.